Bruchsal: leider keine kriegswaffenfreie Zone

03. August 2018  Aktuelles, Bruchsal

Auf dem Weg zur Ortsverbandsitzung des OV Bruchsal der Partei DIE LINKE zeigt sich Kreisrat Jürgen Creutzmann am Bruchsaler Bahnhof geschockt. Ein Güterzug voll mit Panzerfahrzeugen und weiterem Kriegsgerät steht auf einem Gleis. Das Schild „Kriegswaffenfreie Zone“ am Naturfreundehaus Bruchsal, wo sich der LINKE OV jeden ersten Mittwoch im Monat um 19:00 Uhr trifft, wirkt demgegenüber wie ein Hohn.

Wir LINKE sind die Partei des Friedens. Wir kämpfen für konsequente Abrüstung und wollen den Export von Waffen und Rüstungsgütern verbieten. Die Umbrüche in der Weltordnung, die Militarisierung von weltweiten Konflikten, die Aufrüstungspolitik der Europäischen Union machen diese Forderungen dringlicher denn je. Viele Menschen sind besorgt und verunsichert durch Krieg und Terrorismus und einer drohenden militärischen Konfrontation zwischen den NATO-Staaten bzw. den USA und Russland.

Freihandel und Direktinvestitionen, Konkurrenz um knappere Ressourcen und Folgen der Klimakatastrophe führen zu Aufständen, kriegerischen Auseinandersetzungen und Fluchtbewegungen über die Kontinente. Seit 16 Jahren führen die westlichen Staaten unter Führung der USA und mit Beteiligung Deutschlands ihren sogenannten Krieg gegen den Terror. Dieser Krieg gegen den Terror ist gescheitert. Der Terror wurde nicht besiegt, sondern nach Europa geholt.

Wir stellen uns gegen die Pläne der Bundesregierung für Bundeswehr-Aufrüstung und Weltmachtpolitik. Wenn die Regierung von »deutscher Verantwortung in der Welt« spricht, sagen wir: Das muss eine Verantwortung für Abrüstung und friedliche Konfliktlösungen sein. Um Krieg und Gewalt zu beenden und allen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen, müssen globale friedliche und kooperative Lösungen gefunden werden. Das geht nur, wenn Konflikte friedlich gelöst werden, wenn konsequent abgerüstet und die Weltwirtschaftsordnung gerecht organisiert wird mittels internationaler Solidarität; auch in Bruchsal.

 

Jürgen Creutzmann, Kreisrat