Mindestlöhne für Friseure

03. August 2013  Kommentar der Woche

Tatsächlich, bei den Friseuren gibt es jetzt einen Mindestlohn. Sie erhalten im Westen 7,50 € und im Osten 6,50 € die Stunde. Diese Art von Mindestlöhnen ist genau das, was die Bundesregierung und die Bundeskanzlerin bevorzugen: Mindestlöhne gut und schön, aber bitte nicht flächendeckend, das müsse in jeder Branche einzeln ausgehandelt werden. Bei den Friseuren ist das dann das Ergebnis.

Ich habe diesen Lohn für den Westen einmal durch einen Gehaltsrechner gejagt: Ausgegangen bin ich von einer alleinstehenden Friseurin, die 40 Stunden in der Woche arbeitet (die in manchen Branchen von den Gewerkschaften durchgesetzten 37,5 Stunden pro Woche gelten in solchen Minilohnbranchen im Normalfall nicht). Das macht dann im Monat durchschnittlich ca. 171 Stunden. Das Ergebnis:

  • Bruttolohn: 1282,50 €
  • Nettolohn:    961,78 €

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Zugunglück in Spanien

26. Juli 2013  Kommentar der Woche

Die Bilder in der Tagesschau waren schrecklich: Ein Zug raste in einem Bereich, in dem Tempo 80 vorgeschrieben war, mit wohl 190 Stundenkilometer in die Wand am Gleiskörper. Insgesamt starben wohl 78 Menschen, von den vielen Verletzten gar nicht zu sprechen.

Erstaunlich nur, wie schnell nach diesem Unglück der einzige Schuldige gefunden wurde, der Lokführer Francisco José Garzón. Er wird jetzt als notorischer Raser beschrieben, die staatliche Bahngesellschaft Adif meldete quasi direkt nach dem Unfall, dass eine technische Ursache ausgeschlossen sei.

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Bundesregierung fördert Schwarzarbeit und Altersarmut!

19. Juli 2013  Kommentar der Woche

Das ist kein Scherz, diese „Förderung“ funktioniert über zwei Hebel:

  • Über sieben Millionen Menschen arbeiten in Deutschland mittlerweile in sogenannten Minijobs, deren Reform z.B. der DGB dringend fordert (siehe http://www.dgb.de/themen/++co++6050a8b8-da75-11e2-a187-00188b4dc422). Die Stundenlöhne sind in diesem Bereich extrem niedrig, oftmals unter 7,00 €. Viele Arbeitnehmer, die nichts anderes als so einen Minijob finden, arbeiten allerdings viel länger, als sie das für die 400 – 450 € tun müssten. Die Arbeitgeber zahlen den Betrag, der über diese Minijob-Grenze hinausgeht, dann schwarz und in bar aus. So ein Verhalten ist mittlerweile in vielen Branchen durchaus üblich (Gastronomie, kleinere Taxiunternehmen, usw.). So gibt es nicht wenige Minijobber, die in Wirklichkeit 40 – 60 Stunden in der Woche arbeiten. Ganzen Beitrag lesen »

Eine alternative Wirschaftspolitik ist möglich!

16. Juli 2013  Aktuelles

Am 11.07.2013 führten wir eine Veranstaltung im Bruchsaler Ratskeller durch zum Thema: Wir brauchen eine alternative Wirtschaftspolitik. Als Teilnehmer konnten wir gewinnen: Den Bundestagsabgeordneten der LINKEN, Michael Schlecht und den Bruchsaler Sekretär der IG Metall, Rainer Wacker, der zur Schließung von Nokia Siemens Networks referierte.

Zunächst berichtete Rainer Wacker ausführlich zur Geschichte von Siemens in Bruchsal, die letztlich auch zur Schließung von NSN führte. Siemens wollte schon seit längerem die Handy-Sparte schließen, was sich auch dank des Widerstandes der Gewerkschaften immer wieder verzögerte. Dennoch wurden immer mehr Mitarbeiter entlassen. Nach dem Zusammenschluss mit Nokia im Jahr 2007 wurde diese Entwicklung auch nicht besser, im Gegenteil. Siemens hatte sich aus den Entscheidungen, die die Zukunft von NSN bestimmten, einfach zurückgezogen, Nokia arbeitete immer weiter auf die Schließung der Firma hin.

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Totalbesptizelung

14. Juli 2013  Kommentar der Woche

Unser Bundesmister Friedrich war in den USA. Er wollte aufklären über die Bespitzelungsvorwürfe, die seit den Vorwürfen von Snowden in aller Munde sind. Das Ergebnis: Nicht mehr als gar nichts…

Was auch kein Wunder ist. Wer glaubt denn wirklich daran, dass der deutsche Geheimdienst (BND) nicht seit langem von den Schnüffeleien der US-Geheimdienste  gewusst hätte? Und dass die bundesdeutschen Regierungen davon nicht Kenntnis gehabt hätten?

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Gipfel der Hoffnungslosigkeit

05. Juli 2013  Kommentar der Woche

So bezeichnete „Spiegel-Online“ den Gipfel zum Thema Jugendarbeitslosigkeit in Europa, der in dieser Woche in Berlin stattfand. Die Mächtigen Europas strömten ins Kanzleramt, um am Ende frohe Botschaft zu verkünden: Das Programm für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen in Europa zur Bekämpfung dieser Jugendarbeitslosigkeit wurde von 6 auf 8 Milliarden Euro erhöht. Bei einer durchschnittlichen Quote von über 20 % Jugendarbeitslosigkeit in Europa (mit den Spitzenreitern Griechenland, Spanien oder Portugal zwischen 40 und 60 %), ist diese Summer allerdings nicht mehr als ein Brosamen (vgl. hierzu folgenden Beitrag: http://www.nachdenkseiten.de/?p=17873#more-17873). Noch dazu ist überhaupt nicht geklärt, wofür genau denn dieses Geld ausgegeben werden soll.

Und ausgerechnet Kanzlerin Merkel spielte sich auf diesem Gipfel als die große Retterin der Jugend in Europa auf.

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Erst die Türkei, jetzt Brasilien …

22. Juni 2013  Kommentar der Woche

Es ist eine neue Entwicklung in dieser Welt: In immer mehr Ländern protestieren große Teile der Bevölkerung gegen Ihre Regierung. Angefangen hat das in der arabischen Welt (Libyen, Ägypten, Tunesien usw.). Aber auch in Europa: Z.B. in Griechenland oder in Spanien. Auch Putin bekam in Russland schon den Volkszorn zu spüren. Und jetzt zeigt sich dieser Volkszorn verstärkt in der Türkei und Brasilien.

Die Reaktion der Regierenden ist eigentlich immer gleich: Die Protestierenden verunglimpfen, und wenn des nicht hilft, den Polizeiknüppel schwingen (Wasserwerfer, Gummigeschosse und wenn das nicht hilft: Die angeblichen Rädelsführer als „kriminelle“ ins Gefängnis sperren).

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Großdemonstration am 14.09.2013

19. Juni 2013  UmFairteilen

Setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen zur Bundestagswahl!

Demonstrieren Sie gemeinsam mit uns für mehr Gerechtigkeit!

Eine Woche vor der Bundestagswahl, am 14. September gehen wir in Berlin und Bochum mit vielen Menschen auf die Straße und sagen: Genug!

Wir fordern von der künftigen Bundesregierung eine gerechte Steuerpolitik, die große Vermögen wieder angemessen an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligt!

Die aktuellsten Informationen zu den Aktionen und finden Sie unter den Seiten 14. September in Bochum und 14. September in Berlin.

Stellen Sie sich hinter die Forderungen unseres Bündnisses!

Unterzeichen Sie den Aufruf:
http://umfairteilen.de/start/mitmachen/als-person-unterstuetzen

Informieren Sie viele Menschen über unser Aktionen:
http://umfairteilen.de/start/mitmachen/weiterempfehlen/

Im Freundeskreis oder an öffentlichen Orten. Flugblätter, Plakate und weitere Materialien können Sie auf unserer Webseite bestellen :
http://umfairteilen.de/start/mitmachen/material-bestellen/.

Proteste in der Türkei und Blockupy

14. Juni 2013  Kommentar der Woche

In der letzten Woche waren die Proteste in der Türkei neben der Hochwasserkatastrophe das bestimmende Thema in den Medien. Die Empörung über das harte vorgehen der Polizei gegenüber den meist friedlichen Demonstranten, angeordnet vom Premier Erdogan, ist allenthalben groß.

Dem konnten sich auch die Parteien im Bundestag nicht entziehen. Trotz aller Empörung über diese massive Missachtung der Menschenrechte in der Türkei wollten sich allerdings die anderen im Bundestag vertretenen Parteien folgender Forderung der LINKEN nicht anschließen: Angesichts der autoritären Politik von Ergogan müssen die Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei zunächst ausgesetzt werden.

In gewisser Hinsicht wundert uns das nicht, hat doch Deutschland, was Demokratie und Menschenrechte im eigenen Land betrifft, selbst „Leichen im Keller“.

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Die Flutkatastrophe

08. Juni 2013  Kommentar der Woche

In der letzten Woche gab es in den Medien praktisch nur ein Thema: Die große Flut, die über die Flüsse auf kleine und große Orte zurollt und für katastrophale Schäden sorgt. Die Frage stellt sich natürlich: Wurden aus den großen Überschwemmungen im Jahr 2002 die richtigen Konsequenzen gezogen, oder hätten viele der jetzigen Folgen zumindest abgemildert werden können?

Große Überschwemmungen hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Ob die Häufigkeit und Intensität dieser Naturkatastrophen durch die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung noch zunehmen werden, ist bei Experten umstritten, gilt bei vielen aber als wahrscheinlich. Die Hauptursachen für die verheerenden Folgen der jetzigen Flut aber sind wohl die immer weiter voranschreitenden Flussbegradigungen und die Vernichtung natürlicher Auenlandschaften, in denen große Mengen von Wasser auf natürlichem Wege zurückgehalten werden könnten. Nach der Katastrophe von 2002 wurde von der Politik zwar vieles versprochen, einiges auch in Angriff genommen, aber an den genannten Hauptgründen für die schlimmen Folgen von Überschwemmungen wurde kaum etwas verändert.

Diese Zusammenhänge hat der WWF wie folgt zusammengefasst:

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