Schlagwort: Mindestlohn

Bernd Riexinger, der Vorsitzende der LINKEN, kommt nach Bruchsal

Am Freitag, den 12. Juni 2015, kommt Bernd Riexinger um 19:00 Uhr ins Bruchsaler Bürgerzentrum (Seminarraum 1). Er wird dort die neue Kampagne der LINKEN „Das muss drin sein“ vorstellen.

Hierbei geht es im Kern darum, wie die Bedingungen in unserem Land so umgestaltet werden können, dass alle davon profitieren und alle ein lebenswertes Leben führen können.

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Mindestlohn – Anfrage von „WILLI“

11. April 2015  Bruchsal, Pressemitteilungen

Wie beurteilen Sie die Einführung des Mindestlohns?

Wir begrüßen es prinzipiell sehr, dass nur noch Löhne gezahlt werden dürfen, die einigermaßen auskömmlich sind, um damit die eigene Existenz zu erhalten. Das ist für uns ein soziales Grundrecht. Der derzeitige Mindestlohn ist für uns zu niedrig, aber ein Anfang gegen Verhältnisse und einen Zeitgeist, in denen Unternehmer von Löhnen profitieren dürfen, die den Arbeitnehmer/innen nicht einmal die eigene Existenz sichern. Das ist für uns absolut unzumutbare Ausbeutung. Der Mindestlohn hebt auch die Kaufkraft in Bruchsal, davon profitieren auch die Unternehmen vor Ort.

Welche positiven und welche negativen Beispiele der Mindestlohn-Einführung kennen Sie aus Bruchsal? Ganzen Beitrag lesen »

Der Mindestlohn – Top oder Flop?

Seitdem die Einführung des Mindestlohnes beschlossen wurde, hagelte es Kritik, zumeist natürlich aus diversen Unternehmerverbänden. Bis Ende letzten Jahres richtete sich die Kritik gegen die Einführung eines Mindestlohnes an sich: In vielen Branchen würde die flächendeckende Einführung des Mindestlohnes zu Betriebsschließungen führen, die Konjunktur in Deutschland sei gefährdet und es werde viele neue Arbeitslose geben.

Mittlerweilse haben wir April 2015 und es ist klar: Von diesen angedrohten negativen Folgen des Mindeslohnes ist nichts zu spüren. Mittlerweile richtet sich die Kritik – wieder aus denselben Kreisen – nicht mehr gegen den Mindestlohn an sich. Jetzt wird eine ausufernde Bürokratie beklagt. Insbesondere die Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeiten für die Arbeitgeber sei in vielen Branchen mit so viel Aufwand verbunden, dass hier dringend Nachbesserungen notwendig seien. Grund genug, sich mit der Kritik von heute am Mindestlohn einmal näher auseinander zu setzen und auch mit der Frage, wie es auf Dauer mit dem Mindestlohn weitergehen soll.

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Die Armut in Deutschland wächst

Ausbeutung ist Alltag – so lautete der Titel eines Artikels im SPIEGEL vom 24.11.2014. Hierin werden in vielen Beispielen die Schicksale von Menschen oft aus dem EU-Ausland beschrieben, die in Deutschland versuchen, mehr Geld als in ihrer Heimat zu verdienen. Weiter im SPIEGEL-Artikel: Ob im Gartenbau, auf Großmärkten, in der Fleischindustrie oder auf dem Bau – überall arbeiten Menschen für Hungerlöhne von weniger als fünf Euro pro Stunde. 1,7 Millionen, so die Auswertung einer Erhebung durch das Institut für Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen, sind in diesem Lohnsegment beschäftigt. Seit 2008 hat sich die Zahl drastisch erhöht. In kaum einem Euroland ist der Niedriglohnsektor so groß wie in Deutschland. Nur in der Slowakei und Irland ist der Anteil der Billiglöhner noch höher.

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B3 BranchenBund Bruchsal im Zwielicht?

25. April 2014  Bruchsal, Kommentar der Woche

Nach eigenen Angaben repräsentiert dieser Bund als Arbeitskreis Stadtmarketing die folgenden Verbände: BranchenBund Bruchsal, Gewerbeverein Bruchsal, Verein Haus- und Grund, Hotel- und Gaststättenverband, Beschicker des Wochenmarktes. Es scheint, als sei der größte Teil aller im Verkauf tätigen Bruchsaler Unternehmen in diesem Arbeitskreis Mitglied. Also, liebe Menschen, die Ihr zu den am 25.05.2014 stattfindenden Wahlen zum Gemeinderat der Stadt Bruchsal kandidiert: Nehmt Euch in Acht, wenn Ihr den Fragebogen des BranchenBundes zu diesen Wahlen in Händen haltet (dieser wurde wohl an die KandidatInnen aller Parteien, unter anderem auch an mich verschickt). Von Euren Antworten hängt schließlich ab, ob dieser Verband eine Wahlempfehlung für Euch ausspricht oder nicht. Das mag nun alleine nur mein Empfinden sein, aber ich fühle mich durch die Art der Fragestellungen in diesem Fragebogen unter Druck gesetzt. Und: Ich hasse Suggestivfragen, in denen einem ein Teil der Antwort alleine durch die Fragestellung in den Mund gelegt wird:

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Mindestlöhne für Friseure

03. August 2013  Kommentar der Woche

Tatsächlich, bei den Friseuren gibt es jetzt einen Mindestlohn. Sie erhalten im Westen 7,50 € und im Osten 6,50 € die Stunde. Diese Art von Mindestlöhnen ist genau das, was die Bundesregierung und die Bundeskanzlerin bevorzugen: Mindestlöhne gut und schön, aber bitte nicht flächendeckend, das müsse in jeder Branche einzeln ausgehandelt werden. Bei den Friseuren ist das dann das Ergebnis.

Ich habe diesen Lohn für den Westen einmal durch einen Gehaltsrechner gejagt: Ausgegangen bin ich von einer alleinstehenden Friseurin, die 40 Stunden in der Woche arbeitet (die in manchen Branchen von den Gewerkschaften durchgesetzten 37,5 Stunden pro Woche gelten in solchen Minilohnbranchen im Normalfall nicht). Das macht dann im Monat durchschnittlich ca. 171 Stunden. Das Ergebnis:

  • Bruttolohn: 1282,50 €
  • Nettolohn:    961,78 €

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