Schlagwort: Minijobs

Der Mindestlohn – Top oder Flop?

Seitdem die Einführung des Mindestlohnes beschlossen wurde, hagelte es Kritik, zumeist natürlich aus diversen Unternehmerverbänden. Bis Ende letzten Jahres richtete sich die Kritik gegen die Einführung eines Mindestlohnes an sich: In vielen Branchen würde die flächendeckende Einführung des Mindestlohnes zu Betriebsschließungen führen, die Konjunktur in Deutschland sei gefährdet und es werde viele neue Arbeitslose geben.

Mittlerweilse haben wir April 2015 und es ist klar: Von diesen angedrohten negativen Folgen des Mindeslohnes ist nichts zu spüren. Mittlerweile richtet sich die Kritik – wieder aus denselben Kreisen – nicht mehr gegen den Mindestlohn an sich. Jetzt wird eine ausufernde Bürokratie beklagt. Insbesondere die Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeiten für die Arbeitgeber sei in vielen Branchen mit so viel Aufwand verbunden, dass hier dringend Nachbesserungen notwendig seien. Grund genug, sich mit der Kritik von heute am Mindestlohn einmal näher auseinander zu setzen und auch mit der Frage, wie es auf Dauer mit dem Mindestlohn weitergehen soll.

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Die Armut in Deutschland wächst

Ausbeutung ist Alltag – so lautete der Titel eines Artikels im SPIEGEL vom 24.11.2014. Hierin werden in vielen Beispielen die Schicksale von Menschen oft aus dem EU-Ausland beschrieben, die in Deutschland versuchen, mehr Geld als in ihrer Heimat zu verdienen. Weiter im SPIEGEL-Artikel: Ob im Gartenbau, auf Großmärkten, in der Fleischindustrie oder auf dem Bau – überall arbeiten Menschen für Hungerlöhne von weniger als fünf Euro pro Stunde. 1,7 Millionen, so die Auswertung einer Erhebung durch das Institut für Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen, sind in diesem Lohnsegment beschäftigt. Seit 2008 hat sich die Zahl drastisch erhöht. In kaum einem Euroland ist der Niedriglohnsektor so groß wie in Deutschland. Nur in der Slowakei und Irland ist der Anteil der Billiglöhner noch höher.

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In eigener Sache

Endlich haben wir es gewagt: Am 16.01.2014 haben wir im Ratskeller in Bruchsal einen eigenen Ortsverband der LINKEN gegründet. Nachdem wir uns lange Zeit jeden Monat mit drei bis vier Leuten getroffen haben, standen wir irgendwann vor der Frage: Sollen wir das einfach so weiter machen, oder wollen wir nicht langsam anfangen, in Bruchsal und Umgebung aktiv zu werden, so dass wir auch nach außen wahrgenommen werden. Es gab lange Diskussionen darüber, ob sich das mit so wenigen Leuten lohnt, ob wir uns da nicht zu viel vornehmen. Irgendwann haben wir uns dann gesagt, dass wir deshalb bei den LINKEN sind, weil wir in der Welt etwas verändern wollen – und von der Welt ist Bruchsal schließlich auch ein Teil. Die Gründung eines eigenen Ortsverbandes und Pläne, in und um Bruchsal aktiv zu werden, könnte doch Ansporn für Mitglieder und befreundete Menschen sein, auch einmal zu einer unser Versammlungen zu kommen.

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Bundesregierung fördert Schwarzarbeit und Altersarmut!

19. Juli 2013  Kommentar der Woche

Das ist kein Scherz, diese „Förderung“ funktioniert über zwei Hebel:

  • Über sieben Millionen Menschen arbeiten in Deutschland mittlerweile in sogenannten Minijobs, deren Reform z.B. der DGB dringend fordert (siehe http://www.dgb.de/themen/++co++6050a8b8-da75-11e2-a187-00188b4dc422). Die Stundenlöhne sind in diesem Bereich extrem niedrig, oftmals unter 7,00 €. Viele Arbeitnehmer, die nichts anderes als so einen Minijob finden, arbeiten allerdings viel länger, als sie das für die 400 – 450 € tun müssten. Die Arbeitgeber zahlen den Betrag, der über diese Minijob-Grenze hinausgeht, dann schwarz und in bar aus. So ein Verhalten ist mittlerweile in vielen Branchen durchaus üblich (Gastronomie, kleinere Taxiunternehmen, usw.). So gibt es nicht wenige Minijobber, die in Wirklichkeit 40 – 60 Stunden in der Woche arbeiten. Ganzen Beitrag lesen »

Minijobs

10. April 2013  Diskussionen

Mittlerweile arbeiten in Deutschland mehr als 7 Millionen Menschen in sog. Minijobs (bis zu 400 bzw 450 € pro Monat). Ursprünglich wurden diese Jobs angeblich deshalb eingeführt, um insbesondere Langzeitarbeitslosen wieder den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen, um nach diesem Einstieg wieder einen festen Dauerjob zu bekommen. Dies insbesondere im Zusammenhang mit den sog. Ein-Euro-Jobs, die die Agentur für Arbeit auf diese Weise immer wieder vergeben hat.

Die Realität sieht allerdings ganz anders aus. Der Fall, dass aus so einem Minijob tatsächlich einmal eine Ganzen Beitrag lesen »