Schlagwort: Wirtschaft

IWF erpresst erfolgreich die Ukraine

Der Internationale Währungsfond (IWF) will der vom Staatsbankrott bedrohten Ukraine bis zu 18 Milliarden US-Dollar Kredit zur Verfügung stellen. Im Gegenzug wurden von der Ukraine drastische Wirtschaftsreformen gefordert, dem das Ukrainische Parlament im zweiten Anlauf mit deutlicher Mehrheit zugestimmt hat.

Unter den geforderten und letztlich durchgesetzten Reformen hat wieder einmal – Griechenland lässt grüssten – hauptsächlich die einfache Bevölkerung in der Ukraine zu leiden:

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Die Riester-Lüge

15. Februar 2014  Jugend, Kommentar der Woche

Auf den ersten Blick hört sich das alles gut an. Man schließt einen Vertrag laut Riester-Gesetz ab, bei dem man mindestens 4 % des zu versteuernden Vorjahreseinkommens einzahlen muss, dann erhält man pro Jahr 154 € vom Staat als Zuschuss dazu, für jedes Kind sogar noch einmal 185 €, bei ab dem 1. Januar 2008 geborenen Kindern sogar 300 €. Auf den ersten Blick doch wirklich eine tolle Sache.

Weil viele Menschen diesem schönen Schein Glauben schenkten, wurden auch Jahr für Jahr immer mehr solcher Riester-Verträge abgeschlossen, man sprach von einem Riester-Boom. Die Süddeutsche Zeitung stellte allerdings am 15.07.2013 zu diesem Boom fest: „Doch damit ist jetzt Schluss: Im ersten Quartal 2013 gab es weniger statt mehr staatlich geförderte Riester-Verträge. Die Zahlen gab das Ministerium aber diesmal nicht – wie zuvor die älteren Riester-Bilanzen per Pressemitteilung – bekannt, sondern stellte sie bislang von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt auf die eigene Homepage“. Sind viele Menschen also zunehmend zu „dumm“, um für ihr Alter vorzusorgen?

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Die Rolle Deutschlands in der Welt

07. Februar 2014  Allgemein, Kommentar der Woche

Ob Bundespräsident Gauck, Verteidigungsministerin von der Leyen oder Außenminister Steinmeier: Alle wollten uns in der vergangenen Woche einreden, dass Deutschland in der Welt endlich mehr Verantwortung übernehmen müsse. Nun, Deutschland ist wirtschaftlich eines der stärksten Länder der Welt, ist es da nicht vernünftig, dass so ein großes Land mehr Verantwortung übernehmen muss? Diese Frage lässt sich allerdings nur beantworten, wenn man weiß, was hier eigentlich mit Verantwortung gemeint ist. Hierzu schrieb Jakob Augstein in SPIEGEL-ONLINE am 03.02.2014, Zitat:

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Wirtschaftsprognosen 2014 – wird alles gut?

27. Dezember 2013  Diskussionen, Kommentar der Woche

Stellvertretend für viele optimistische Prognosen sei hier das Handelsblatt zitiert: „Das Münchner Ifo-Institut von einem Wachstum von 1,9 Prozent für 2014 aus.“ Auch bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit fällt die Prognose leicht positiv aus: „Das Ifo-Institut erwartet, dass sich der Aufschwung 2014 auch auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt. Die Zahl der Erwerbstätigen soll im Schnitt um 230.000 Personen steigen – und die Arbeitslosenquote dürfte leicht von 6,9 auf 6,8 Prozent zurückgehen“.

Das vergangene Jahr hat andererseits aber auch gezeigt, dass ein Wirtschaftswachstum (das lag 2013  bei nur 0,4 Prozent) nicht unbedingt auch bei allen ankommt: So stellte das Statistische Bundesamt fest: „Für das Jahr 2013 zeichnet sich nach den Ergebnissen der ersten drei Quartale 2013 ein geringer Reallohnverlust ab. Die Nominallöhne sind in diesem Zeitraum im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2012 um 1,4 % gestiegen, die Verbraucherpreise um 1,6 %“. Noch schlimmer sah es bei der Entwicklung der Renten in den alten Bundesländern 2013 aus: Einer Rentenerhöhung von 0,25 Prozent stand eine Inflationsrate von 2 Prozent gegenüber, es war also real eine drastische Rentenkürzung.

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Irland verläßt den Euro-Rettungsschirm – kein Grund zum Jubeln

14. Dezember 2013  Diskussionen, Kommentar der Woche

Bei den meisten Nachrichten, die derzeit zu diesem Thema gebracht werden, wird der geplante Ausstieg Irlands aus dem Euro-Rettungsschirm gefeiert. Das sei doch ein Beweis dafür, dass die von Europa verordnete harte Sparkurs letztlich richtig und erfolgreich sei. In den Tagesthemen vom 12.12.2013 wurde das allerdings kritischer beurteilt:

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Die nächste Finanzkrise kommt – die Frage ist nur: Wann?

06. Dezember 2013  Kommentar der Woche

Seit der letzten Finanzkrise, in deren Folge ganze Volkswirtschaften weltweit in größte Schwierigkeiten gerieten, sind gerade einmal gut fünf Jahre vergangen. Doch schon wieder mehren sich die Anzeichen dafür, dass es bis zum nächsten großen Crash nicht mehr sehr lange dauern kann.

Viel wurde nach der letzten großen Krise darüber geredet, welche Maßnahmen getroffen werden müssten, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Allerdings: Bis auf kleine kosmetische Korrekturen ist nicht viel dabei herausgekommen. Es gibt viele Ursachen für die drohende nächste Finanzkrise, zwei davon scheinen mir besonders wichtig zu sein:

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